Fliegender Bau wird fest gegründet

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Nufringen. Von 20 Tonnen spricht Zeltdiakon Martin Haubach, wenn er auflistet, was sich alles in den LKW-Aufliegern und Kisten befindet, die jetzt in Nufringen ausgeladen wurden. Mindestens 35 tatkräftige Männer aus Kuppingen und Nufringen hatten sich unter der Leitung von Samuel Schwarz eingefunden, um aus den Kisten und Paletten das Zelt aufzubauen. Nun steht es fest gegründet durch 92 Zeltnägel, die mit großen Vorschlaghämmern in Zweierteams und im Vierertakt in den Boden der Wiese beim Senioren- und Pflegeheim Nufringen versenkt wurden. Ab Freitagabend wird dieses Zelt die Örtlichkeit für das Zeltfestival Kuppingen-Nufringen sein, das von den beiden Kirchengemeinden Kuppingen und Nufringen sowie vom CVJM Nufringen e.V. durchgeführt wird.

Schon ab acht Uhr waren die motivierten Männer auf der Wiese. Sie wurden vom „Richtmeister für fliegende Bauten“, Martin Heubach, mit persönlichen ermutigenden und aufrichtenden Gedanken begrüßt. Er sprach von Perfektion und davon, dass besonders Männer den Anschein wahren, mängelfrei zu sein. Es gehe aber darum, ein Original zu werden. Das sei jedem möglich, denn Gott habe ja Originale mit Ecken und Kanten geschaffen. Vor Gott müsse keiner mehr sein, als er ist. Gott liebe jeden genau so, wie er sei. So gestärkt machten sich die Männer ans Werk. Um elf Uhr stand das Zeltgerüst und die Planen wurden aufgezogen. Insgesamt sind in dem kleinen Zeltdorf 935 qm Zeltplane aufgespannt und für die Besucher werden 513 qm Teppichboden verlegt.

Mit der Außenhaut allein ist es allerdings noch längst nicht getan. Bevor dann die 460 Stühle, fast 50 Kinderstühle oder Bänke und Tische Platz finden, müssen Heizstrahler aufgehängt, Kabel verlegt und Technik angeschlossen werden. Auch das Deko-Team steht schon in den Startlöchern, um seinen Teil zur Gastlichkeit beizutragen. Löcher im Rasen soll es keine mehr geben, diese waren mit Erde aufgefüllt worden, bevor eine kleine Motorwalze den Platz eben rollte. Schließlich sollen ja die erwähnten 613 qm Teppichboden in die „fliegenden Bauten“. Fliegende Bauten, so werden die Zelte von Amts wegen genannt. Nun stehen sie im Nufringer Wiesengrund und sind fest im Boden verankert. Fast ein Symbol für das, was in den kommenden Tagen und Wochen beim Zeltfestival geschehen soll. Begegnungen sollen leicht gemacht werden. Begegnungen von Mensch zu Mensch; und dabei wollen die Veranstalter auf den festen und tragfähigen Grund für das Leben hinweisen, ihren Gott, dessen Sehnsucht nach jedem Menschen und Zuneigung zu jedem Menschen ungebrochen ist.
Am 29. September um 19.30 Uhr feiern die Gemeinden einen Gottesdienst im Zelt und bitten Gott um seinen Segen, sein Dabeisein also, bevor am Samstag, 30. September um 18 Uhr das erste große Highlight, das Volksfest spezial, das Zelt in rustikale Atmosphäre verwandeln wird. Dazu tragen auch die Musikvereine aus den beiden Orten bei. „Stargast“ wird Bianca App sein, bekannt und berühmt als Sängerin der Gruppe „Die Schäfer“. Ab 17.00 Uhr wird das Festzelt dann geöffnet sein.

Winfried Geisel
Nufringen

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